21. Juni 2024

Im Auge des Sturms

Im Auge des Sturms ist es ruhig. Drumherum weniger. Aber fangen wir ein wenig weiter vorne an…

Was ist ein Wirbelsturm?

Unter Sturm versteht man jeden Wind ab einer Geschwindigkeit von 75 km/h. Ein Orkan ist seine Steigerung, nämlich ab 118 km/h. Wenn der Temperaturunterschied von zwei aufeinandertreffenden Luftströmungen hoch genug ist, entsteht ein Orkan. Die Luftströme wirbeln sich sozusagen umeinander wie in einem Kampf und bewegen sich dabei fort.

Tropische Orkane entstehen über dem Meer. Ab 26 Grad Wassertemperatur steigt Wasserdampf auf. Aufgrund der Erdumdrehung drehen sich auch die Dampfwolken und zwar immer schneller. Je nachdem, wo auf dem Erdball man sich befindet, haben die Tropischen Orkane andere Namen: Hurrikan, wenn sie über dem Nordatlantik entstehen, Zyklone bilden sich im Indischen Ozean und im südlichen Pazifik, Taifune vor Süd- und Ostasien.

Die Wirbelstürme über dem Mittelmeer, also fernab der Tropen, heißen übrigens Medicane.

Dann gibt es noch die etwas andere Art an Wirbelstürmen, nämlich die Tornados. Diese kommen primär in den USA, aber auch überall sonst auf der Welt vor. Sie entstehen entweder auf dem Lande oder auch über dem Meer. Tornados sind im Vergleich zu Orkanen anders gebaut. Sie sind kompakter, aber dafür schneller. Sie „leben“ nicht so lange, richten dafür oft aber mehr an. In Amerika heißen die Tornados oft Twister und in Deutschland Windhose.

Und was ist sein Auge?

Das Zentrum eines Wirbelsturms wird als Auge bezeichnet. Das Auge umfasst eine Größe von ca. 50 km bis zu 350 km Durchmesser. Die das Auge umgebende tosende Windwand wird als Eyewall bezeichnet. Im Auge selbst ist es windstill und ruhig. Das Wetter ist unabhängig von dem außerhalb der Eyewall. Der Luftdruck ist auffallend niedrig. Es fällt kaum bis gar kein Regen. Die Temperatur kann deutlich höher sein als in der Umgebung. Das Auge ist also ein Eiland (Eyeland?) im Zentrum des Orkans. Man vermutet, dass die Entstehung des Auges sich bei Orkanen und Tornados unterscheiden. Wie ein Auge sich bildet hängt mit der Erdrotation, der Zentrifugalkraft, der Luftrotation und der Reibung der Luft- und Erdmassen zusammen.

Das Auge – immer ein Wunderwerk!

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