22. Mai 2024

Für jeden Anlass die richtige Brille

Ob für Groß oder Klein, zur besseren Sicht oder zum Schutz – es gibt für fast jeden Anlass eine passende Brille. Und alle machen Sinn!

Vor dem Bildschirm

Die Distanz zum Bildschirm ist eine andere als die zu den Unterlagen auf dem Schreibtisch oder zum Kollegen gegenüber. Zudem spielt es eine Rolle, ob man vor einem Monitor sitzt oder am Laptop arbeitet. Und dann kommt noch die individuelle Sehschwäche hinzu. Um all dies optimal zu korrigieren, helfen spezielle Bildschirmbrillen. Sie sind ähnlich aufgebaut wie Gleitsichtbrillen, also mit unterschiedlich großen Zonen für die jeweiligen Sehbedürfnisse, aber mit dem Schwerpunkt auf die Distanz zum Bildschirm. Zudem sollte man die Bildschirmbrille blaulichtreduzierend entspiegeln. Denn Blaulicht stört nicht nur den Tag-/Nachtrhythmus, sondern kann auch Augenerkrankungen hervorrufen. 

Für die Kleinen

Es gibt mittlerweile spezielle Brillengläser, die das Längenwachstum der Kinderaugen reduzieren und somit Kurzsichtigkeit minimieren. Hier lohnt sich unbedingt eine Nachfrage beim Kinder-Augenarzt oder Augenoptiker.

Für Autofahrten

Nachtblindheit ist leider eine ernstzunehmende Sache. Sobald man feststellt, dass man nachts nicht mehr gut sieht, sollte man dringend seinen Augenarzt oder -optiker aufsuchen. Die Ursachen können genetisch, aufgrund eines erworbenen Defekts, bestimmter Erkrankungen oder auch eines Vitaminmangels sein. 

Es gibt Brillen speziell für Nachtblinde. Diese sind gelblich eingefärbt, um die Streustrahlung zu minimieren.

Bei Hornhautverkrümmung

Wer das Gefühl hat, er sieht nie richtig klar, der hat vermutlich eine Hornhautverkrümmung, einen sogenannten Astigmatismus. Eine Hornhautverkrümmung ist der sogenannte „Knick in der Optik“. So wie kaum ein Gesicht absolut symmetrisch ist, so ist auch kaum ein Auge kugelrund und oberflächenglatt. Die individuelle Augenform ist genetisch bedingt und somit angeboren. Veränderungen können im Laufe des Lebens aber auftreten.

Nicht alle Hornhautverkrümmungen müssen mit einer speziellen Brille behandelt werden. Aber wenn das Sehen sowohl im Nah- als auch im Fernbereich nie richtig scharf ist, Kopfschmerzen und Augenbrennen auftreten, dann lohnt sich die Spezialisierung. Das besondere an diesen Brillen ist, dass die Gläser auf die Augenform angepasst, d.h. eingeschliffen, werden.  

In der Sonne und beim Sport

Augenschutz ist wichtig. Daher gibt es Brillen für Menschen mit Sehschwäche, aber auch reine Schutzbrillen. Hierzu zählen Sonnenbrillen und Sportbrillen, die es natürlich auch mit Sehstärke gibt. Je nach Sonnenintensität (von leichter Einstrahlung bis Sonne auf dem Wasser oder in Verbindung mit Schnee) und je nach Sportart gibt es unterschiedliche Kriterien, auf die es zu achten gilt. Hier fragt man am besten einen Fachmann, sei es der Augenoptiker oder im Sportfachhandel.

Und auch mal ganz ohne Brille

Sogenannte Ortho-K-Kontaktlinsen arbeiten über Nacht. Sie flachen die Hornhaut minimal ab und korrigieren so die Sehschwäche. Das bewirkt ein scharfes Sehen am nächsten Tag. Die Linsen sind hoch sauerstoffdurchlässig und formstabil, so dass sie kein Risiko darstellen. 

Wer vor dem 16. Lebensjahr mit Ortho-K-Linsen korrigiert, kann das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit sogar stark reduzieren. Denn die Linsen verzögern das Längenwachstum des Augapfels, was für eine Kurzsichtigkeit verantwortlich ist. Das Wachstum ist allerdings bis ungefähr zum 16. Lebensjahr abgeschlossen.

Unbedingt: Regelmäßige Kontrolle von Anfang an 

Die Grundlagen für gutes Sehen und gesunde Augen werden bereits im Kindesalter gelegt. Neben den üblichen Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U11) wird empfohlen, die Sehkraft der Kinder regelmäßig – spätestens alle zwei Jahre – kontrollieren zu lassen. Und diese Regel bleibt: Bis zum 40. Lebensjahr sollte jeder alle zwei Jahre, ab dem 60. Lebensjahr jährlich zur Augenuntersuchung gehen.

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