Brille drauf, Augen auf - mit Brauen ohne Grauen…

Augenbrauen werden in ihrer Arbeitsleistung wenig geschätzt. Sie dienen dazu, ähnlich wie die Wimpern, Staub, Schweiß, Fremdkörper und Co. von den Augen fernzuhalten. Zudem sind sie ein Top-Kommunikationsmittel. Ihre Position ist markant in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Es gibt sogar eine Studie aus dem Jahr 2003, durchgeführt vom Massachusetts Institute of Technology, die besagt, dass bekannte Menschen nach Entfernung ihrer Augenbrauen nur noch eine Wiedererkennung von 46 % haben. Wer also keinen Bock mehr hat auf Paparazzi…ab mit den haarigen Balken.

Für unsere Mimik sind zwei Gesichtsmuskeln entscheidend: der Heber (Musculus frontalis) und der Runzler (Musculus corrugator supercilii). Allein dafür sollten wir unsere Brauen lieben…Heber und Runzler, wie niedlich ist das denn!?

Für die meisten von uns sind sie jedoch „nur“ ein Mittel zur Schönheit.

Immer der Mode nach…

Auch unsere Brauen folgen Modetrends. Mal trägt man sie dick und balkig und gerade, dann wieder dünn und gebogen. Also werden sie gezupft und gerupft und in Form gebracht. Dabei sollte man aber nie vergessen, dass Brauen langsamer wachsen als Haare. Sie benötigen zum Nachwachsen ganze drei bis acht Wochen. Und wiederholtes Zupfen kann sogar dazu führen, dass die Augenbrauenhaare gar nicht mehr nachwachsen. Also Vorsicht! Denn nichts ist so wandelbar und schnelllebig wie die Mode…

Es gibt einige Tipps, an die man bei der Brauengestaltung denken sollte. So sind je nach Gesichtsform bestimmte Brauenformen harmonischer:

Gesichtform                                       Brauenform

Oval                                                    Flacher Bogen

Eckig                                                   Gerader Verlauf (lässt das Gesicht schmaler erscheinen)

Herzig                                                 Hoher Bogen (Verlängert das Gesicht)

Rund                                                   Hoher Bogen

Die optimale Brauenlänge ergibt sich so:
Die Augenbraue sollte über dem inneren Augenwinkel beginnen. Enden sollte sie in der Verlängerung vom Nasenflügel über das äußere Augenlid bis zum Brauenende.

…auch mit Brille

Grundsätzlich gilt, dass die obere Linie der Brillenfassung mit dem Brauenbogen harmonieren sollte, das heißt, möglichst ein Parallelverlauf, so, dass die Brauen zu sehen sind. Eine Ausnahme gibt es nur für Sonnenbrillen, denn diese dürfen die Brauen – dann aber bitte vollständig – bedecken.

Charakterbrauen!?

Und zum Abschluss ein kleines „Schmankerl“: Die Studie „Eyebrows cue gradiose narcissism“ von Miranda Giacomin und Nicholas O. Rule aus dem Jahre 2018 (https://doi.org/10.1111/jopy.12396) hat ergeben, dass zusammengewachsene Augenbrauen ein primärer Hinweis auf Narzissmus sein können.

Ob das wohl stimmt?