Augenfarbe...16 Gene und 1 Ergebnis

Anders als bei der Blutgruppe lässt sich die spätere Augenfarbe nicht im Voraus bestimmen. Es ist lediglich möglich, prozentuale Wahrscheinlichkeiten anzugeben.

Die Augenfarbe kann sich im Laufe des Lebens ändern. Meist werden die Augen im Laufe der Zeit dunkler, dies ist logisch, da unsere Augen mit der Zeit immer mehr Sonnenlicht ausgesetzt werden. Und der Farb-/Pigmentstoff Melanin, der die Augenfarbe bestimmt, dient als Schutz vor schädlichen Strahlen. Kurzgefasst: Je mehr Sonne, desto mehr Melanin, desto dunkler die Augen.

Lange Zeit ging man von der Gültigkeit des Davenport-Modells aus, was die Vererbung der Augenfarbe angeht. Nach diesem Modell ist ein einziges Gen für die Bestimmung der Augenfarbe verantwortlich. Dabei ist das Gen für braune Augen dominanter als jenes für blaue Augen. Hat ein Elternteil also braune und der andere Elternteil blaue Augen, würde das Kind nach dem Davenport-Modell braune Augen entwickeln. Dem ist aber häufig nicht so, denn selbst grüne oder graue Augen kommen in solchen Fällen vor. Das liegt daran, dass die Vererbung für die Farbe der Regebogenhaut im Auge polygen bestimmt wird – es beeinflussen also mehrere Gene die Augenfarbe, konkret sind es 16 Stück.

Jeder Mensch trägt in seinem genetischen Material die Informationen für zwei Augenfarben. Das ausgeprägte Genmaterial, das die Augenfarbe bestimmt, ist der Phänotyp. Die in der DNA verborgene Farbe ist der Genotyp. Die Eltern vererben eines dieser Gene an ihr Kind, dabei muss es sich allerdings nicht um den Phänotyp handeln. Sollten beide Eltern braune Augen als Phänotyp (und somit als sichtbare Augenfarbe) und graue Augen als Genotyp (also als in der DNA versteckte Augenfarbe) haben, kann ihr Kind graue Augen bekommen.

Quelle (Bild): blickcheck.de