Sehen Frauen anders als Männer?

Und wenn ja, wie? Sehen sie das Leben bunter, schärfer oder einfach in die Zukunft?

Wie war das gleich?

Zurück auf die Schulbank. Wie war das doch gleich? Gene entscheiden darüber, ob wir weiblich oder männlich sind: Das Chromosomenpaar XX macht uns zu Frauen, ein XY-Paar zu einem echten Kerl.

Und ob Mann oder Frau, das macht auch beim Sehen den Unterschied, wie man mittlerweile weiß. Daher haben auch nur 0,8 Prozent aller Frauen, aber 9 Prozent aller Männer eine Rot-Grün-Schwäche. Warum? Weil das X-Chromosom für die Farbwahrnehmung verantwortlich ist. Bei Frauen müssten gleich beide Chromosomen eine Farbschwäche haben, um die Rot-Grün-Störung auszulösen.

Frauenpoweraugen

Normalerweise haben wir Menschen drei Sehzapfen und können über diese 2 bis 3 Millionen Farbtöne wahrnehmen. Die meisten Säugetieren wie Hund, Katze, Maus verfügen hingegen über nur zwei Sehzapfen und somit auch eine deutlich verringerte Farbwelt. Grob gesagt: Je mehr Zapfen, desto mehr Farbe!

Neu und der pure Wahnsinn ist, dass es Seherinnen wirklich und faktisch gibt! Nämlich 12 Prozent aller Frauen in Europa. Sie besitzen vier Zapfen und unterscheiden somit stärker hinsichtlich Gelb- und Orangetönen. Da dies Einfluss auf die gesamte Farbpalette hat, ist davon auszugehen, dass diese Seherinnen mehr Farben sehen, als es Namen für diese gibt. Daher: Frauenpoweraugen!

-> Dieser Text wurde inspiriert durch das Kuratorium Gutes Sehen e.V.

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