„Mjami!“, sagt das Auge.

Wenn es gut ausschaut auf dem Teller, dann gibt das auch ein gutes Gefühl…sicher wurde alles mit viel Expertise und Liebe zubereitet. Und die Banane ohne Dellen, die schmeckt bestimmt auch viel besser und gesünder. Aber isst das Auge auch noch mehr mit als nur so?

Nicht ganz! Dazu gibt es ein spannendes Experiment. Es ist so einfach, dass man es leicht mit seinen Freunden Zuhause probieren kann. Verteilen Sie Essen und Trinken in Farbe und lassen Sie den passenden Geschmack erraten. Roter Saft? Bestimmt Kirsche! Grüner? Klar, Apfel! Witzig, wenn man das Wasser einfach nur eingefärbt hat. Das funktioniert auch mit Joghurt und selbstgemachten Gummibärchen. Interessant ist dabei auch, dass intensivere Färbungen für süßer gehalten - und dann empfunden – werden. Rot steht per se für süß, grün oder gelb für sauer, schwarz für bitter, blau für kitschig. Kein Wunder, dass blaue und pinke Speisen oft das Nachsehen haben. Wir schmecken also, was wir sehen!

ERST DAS AUGE, DANN DER MAGEN

Da wir so ticken, wie wir ticken entscheiden wir uns also für eine optische Variante unseres Essens, viel mehr als für seinen Inhalt. Wenn es gut aussieht, dann muss es schmecken. Die Erwartungen sind entsprechend. Und apropos „Erwartung“…die Augen entscheiden auch, ob wir schon satt sind. Sie schätzen die Portion auf dem Teller ein und mutmaßen, ob es uns ausreichen wird. Entzieht man den Teller gleich nach dem Verputzen, das macht schneller Appetit auf einen Nachtisch. Tipp für die nächste Diät: Immer einen soeben geleerten Teller vor sich stehen lassen! Das macht dem Auge klar, was man schon alles verdrückt hat.

UND NICHT NUR DAS ESSEN ZÄHLT

Spannend ist auch, dass uns das Geschirr und das Ambiente einen Eindruck des Geschmacks und des Appetits vermitteln. Wer aus blauen Gläsern trinkt, der fühlt sich besser erfrischt. Wer von grauen Tellern isst, isst weniger. Rot und Gelb dagegen machen Lust auf mehr.

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