Wer pricon kennt, der weiß, dass Kinderbrillen unsere Leidenschaft sind und schon immer waren. Und deshalb setzen wir uns regelmäßig mit unserer Lieblings-Zielgruppe, die Kinderbrillenträger, zusammen und plaudern. Was gefällt gut, was können wir verbessern, worauf kommt es an…das sind unsere Fragen.
Am Anfang hab ich mich geschämt
„Am Anfang wollte ich sie gar nicht haben“, verrät uns Juna (8). „Ich dachte, alle würden mich auslachen. Aber dann hab ich gemerkt, dass die Welt jetzt viel lustiger ist. Und die anderen, die fanden es überhaupt nicht so schlimm wie ich. Denen ist das egal. Und die freuen sich, dass ich jetzt nicht mehr so böse gucke. “
Ganz anders war es bei Emil (10). „Ich fand meine Brille von Anfang an cool, weil sie aussieht wie die von meinem Lieblingsspieler. Wenn wir trainieren, dann vergessen die anderen immer, dass ich eine Brille trage. Von wegen, auf Brillenträger muss man Rücksicht nehmen…nöööö.“
Meine Brille gehört zu mir
Sich erst gewöhnen, das müssen viele Kinderbrillenträger. Amelie (7) hat sie mitten im 1. Schuljahr bekommen. „Ich hatte im 1. Schuljahr erst noch keine Brille und auf einmal dann doch. Das war komisch. In der Schule haben manche mich gefragt, ob ich jetzt schlauer bin. Ich weiß nicht, aber vielleicht ein bisschen.“
Leon (9) erzählt: „Vor der Brille hab ich immer Ärger gekriegt, weil ich beim Lesen die Buchstaben verwechselt hab. Ich kam mir auch irgendwie dumm vor. Jetzt lese ich Harry Potter.“ Seine Brille sieht übrigens ganz anders aus als Harrys und das ist ihm wichtig! Leons Mutter hat ergänzt, dass man anfangs dachte, er hätte Legasthenie. Aber er ist einfach nur fehlsichtig.
Eine Brille kann für Kinder Vieles sein – Mutmacher, Schutzschild oder einfach ein cooles Accessoire. Sie ist halt mehr als eine Sehhilfe, wenn sie im jungen Alter Teil der eigenen Geschichte wird. Wie Amelie es so süß formulierte: „Ich bin nicht das Mädchen mit der Brille. Ich bin einfach ich – mit meiner Brille.“ Manchmal verändert eine Brille halt mehr als nur den Blick. Sie ist schon ein kleines Wunder aus Glas und Rahmen.
*ÜBRIGENS: Wir nutzen in unseren Texten nur die sächlich-männliche Formulierung. Dies tun wir, um den Text lesbarer zu halten. Selbstverständlich sprechen wir aber von allen Menschen, egal welchen Geschlechts und welcher Orientierung. Sollte sich jemand dennoch diskriminiert fühlen, dann freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme. Danke! Zudem haben wir uns entschieden, ein KI-Bild zu nehmen, um die Personenrechte unserer Interview-Kinder zu schützen.

